Hilfe, ich nehme nicht ab! | Die besten Arten, Fortschritte zu messen

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Endlich, Sonntag in der Diät, Wiegetag! Also, gleich mal ab auf die Waage. Und da auch die große Enttäuschung – wieder nix abgenommen, oder nur ein paar hundert Gramm. Vielleicht ist die Zahl auf der Waage sogar gestiegen. Was heißt das jetzt? Isst du zuviel? Machst du zu wenig Sport? Die “Ich nehme nicht ab” Problematik begegnet uns allen einmal in einer Diät – so könnt ihr feststellen, ob ihr trotzdem Fortschritte macht oder ob ihr wirklich etwas falsch macht.

Stopp. Durchatmen. Und jetzt erst mal darüber nachdenken – wie wichtig ist die Zahl auf der Waage wirklich? Ist sie ein guter Indikator dafür, ob ich Fortschritte mache?

Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen – nein! Natürlich kann die Waage eine Art sein, zu messen, ob und wie schnell man abnimmt. Das Problem dabei: sie ist nicht sehr zuverlässig. Dass die Zahl auf der Waage schwankt, kann viele unterschiedliche Gründe haben.

“Ich nehme nicht ab!”

Ihr wiegt beispielsweise mehr, wenn ihr…

  • …sehr salzreich gegessen habt. Salz führt zu Veränderungen im Wasserhaushalt. Das bringt Wassereinlagerungen mit sich.
  • …sehr kohlenhydratreich esst und somit eure körpereigenen Glykogenspeicher (=Kohlenhydratspeicher in der Leber und im Muskel) gefüllt sind. Jedes Gramm Glykogen bindet 2,7g Wasser und beinahe 20mg Kalium. Bei kohlenhydratlastiger Ernährung hält euer Körper auch mehr Gewicht in Form von Wasser zurück – auch während einer Diät!
  • …gegessen habt. Der Magen- und Darminhalt macht bis zu zwei oder drei Kilo aus, während ihr ein andermal komplett “leer” seid.
  • …Stress habt. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol führt ebenfalls zu Wassereinlagerungen. Übrigens bedeutet auch eine Diät großen Stress für den Körper. Ihr könntet euch also im Kaloriendefizit befinden, und Fett verlieren, aber euer Gewicht ändert sich aufgrund des eingelagerten Wassers nicht.
  • …eure Periode bekommt oder habt. Der weibliche Körper speichert zu manchen Zeitpunkten während des Zyklus mehr Wasser, wodurch die Waage mehr anzeigt – obwohl ihr kein Gramm zugenommen habt!

Habt ihr das Problem, dass ihr schon sehr wenig esst und ihr trotzdem überhaupt nicht mehr abnehmt? Dann kann euch dieser Beitrag vielleicht weiterhelfen:

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Bessere Methoden, um Fortschritte festzuhalten

Und jetzt bitte noch einmal darüber nachdenken – wieviel sagt die Waage wirklich aus? Gerade kurzfristig gesehen nicht sehr viel. Aber was sind denn nun bessere Wege, um Fortschritte und Abnehmerfolge festzuhalten und zu verfolgen?

  1. Das Maßband. Wusstet ihr, dass das Verhältnis von Taillen- zum Hüftumfang (“Waist-To-Hip-Ratio”) mehr über das Risiko, beispielsweise an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken, aussagt als der BMI? Nicht nur deshalb macht es Sinn, einfach das Maßband anzulegen und, anstatt der Waage, damit eure Fortschritte in Zahlen auszudrücken. Aussagekräftige Messstellen sind Taille, Hüfte, Oberarm, Brust, Oberschenkel und Waden.
  2. Kleidung. Das mag zwar banal klingen, funktioniert aber sehr gut – denn woran erkennt man Fortschritte besser als daran, dass die Hose plötzlich lockerer sitzt und man den Gürtel ein Loch enger schnallen kann?
  3. Körperfettanteil (KFA) messen lassen. Ist etwas komplizierter und erfordert auch professionelle Unterstützung sowie richtiges Equipment, was sie für Laien eher ungeeignet macht. Egal, ob anhand einer BIA (= Bioelektrische Impendanz Analyse – durch den Körper wird Strom geschickt, der KFA wird anhand des Widerstands berechnet) oder der Kaliper-Methode (Fettfalten-Messung) gemessen wird, wichtig ist nur, dass ihr bei einer Methode bleibt. Der Körperfettanteil sagt mehr darüber aus, woraus sich euer Gewicht zusammensetzt und misst zuverlässig Veränderungen der Fett- oder Muskelmasse.
  4. Fotos. Regelmäßig Bilder zu machen hat sich immer wieder bewährt. Natürlich sollte es sich aber nicht um besonders vorteilhafte Fotos handeln, besser sind natürliche Posen und immer derselbe Blickwinkel, sowie ähnliches Licht. Fortschritte sind dann nicht nur sehr gut erkennbar, sondern motivieren auch ungemein – wer ein “Vorher-Foto” hat, will ja auch ein “Nachher – Foto”!
  5. Der Spiegel? Nicht immer. Der Spiegel kann lügen. Kaum jemand hat ein absolut realistisches Körperbild von sich selbst. Wir sehen uns jeden Tag unzählige Male selbst im Spiegel, Veränderungen würden wir nie sofort wahrnehmen. Erst langfristig (und damit meine ich über Monate hinweg) sieht man seine Fortschritte auch selber.

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ABER. Wichtig ist, jeden noch so kleinen Fortschritt dann auch wirklich zu feiern und stolz darauf zu sein. Euch täglich vor den Spiegel zu stellen, um euch selber zu sagen, ihr seid zu fett und würdet ja sowieso nicht abnehmen, macht euch weder glücklich, noch bringt es euch weiter. Seid stolz auf euch und alles, was ihr erreicht habt. Lernt, euren Körper zu lieben, egal, wie er aussieht. Und freut euch über die kleinen Erfolge. Und wenn ihr noch keine sehen könnt – morgen ist auch noch ein Tag!

Jeder Tag ist eine neue Möglichkeit, das beste aus sich zu machen. Nutzt diese Chance, es ist nie zu spät, um anzufangen.

Wie messt ihr eure Fortschritte? Kennt ihr die Situation, wenn sich auf der Waage nichts bewegt?

Bis bald!

Eure Melanie

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2 Kommentare

  1. […] nach unten gehen. Trotzdem konnte ich immer mehr Fortschritte sehen (wo wir wieder beim Thema Wirf die Waage weg wären), und jetzt geht auch das Gewicht nach unten. Der Hosenbund sitzt immer lockerer und auch […]

  2. […] Der besten Arten, deine Fortschritte zu messen […]

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