13 Fitnesstipps, die ich gerne mit 17 gekannt hätte – Anfängerfehler im Sport

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Als Anfänger tappt man gerne mal in die eine oder andere Falle und macht Fehler. Einige Fitnessfehler, die ich selbst gemacht habe, kann man aber ganz leicht vermeiden. Hier sind meine 13 Fitnesstipps, die ich gerne mit 17 schon gekannt hätte.

13 Fitnesstipps, die ich gerne mit 17 schon gekannt hätte

Eat better not less.

Als ich angefangen habe, meine Ernährung umzustellen, dachte ich, ich müsste viel weniger essen, um abzunehmen. Never have I been so wrong! Tatsächlich geht es viel mehr um die Auswahl der richtigen Lebensmittel – man muss (und sollte!!!) nicht hungern, um abzunehmen! Gerade wenn ihr Sport betreibt, ist es unglaublich wichtig, genügend zu essen (und nein, 1500 Kalorien am Tag sind nicht genug, wenn ihr Muskeln aufbauen wollt!).

Du musst nicht laufen, wenn es dir keinen Spaß macht.

Einer der größten Fehler, die ich gemacht habe, war, mich zu Dingen zu zwingen, die ich gehasst habe. Ich war nie eine Läuferin (auch wenn es mittlerweile doch schon einfacher geht), habe mich aber fast täglich zum Laufen gezwungen, weil ich dachte, so würde ich am besten abnehmen. Was besser gewesen wäre: ganz viel ausprobieren, bis ich finde, was mir Spaß macht! Es gibt immer irgendeine Sportart, die man lieber macht als andere – und ich musste mir eben irgendwann eingestehen, dass ich einfach keine Läuferin bin. 🙂

Keiner im Studio macht sich über dich lustig oder redet über dich.

Als ich mich im Fitnessstudio angemeldet habe, habe ich mir während des Trainings ständig Gedanken gemacht, was wohl die anderen denken. Was denkt der Trainer über mich? Sehe ich in dem Shirt dick aus? Im Spiegel sieht meine Cellulite ganz schlimm aus, hoffentlich sieht die keiner.
NEIN! Niemand, wirklich niemand, macht sich über Anfänger im Studio lustig – die wenigen, die es tun, sind die, die selber keine Ahnung haben, was sie da eigentlich machen. Die Leute im Studio finden es toll, dass du dich auch bewegst und einen Anfang machst. Und im schlimmsten Fall bist du ihnen einfach gleichgültig.

Geh so zum Sport, wie du dir selbst gefällst.

Früher hab ich es gehasst, Leggings anzuziehen, weil ich mich darin total unwohl gefühlt habe. Außerdem hatte ich einen Sport-BH, der mir eigentlich gar nicht wirklich passte und kein einziges richtiges Sport-Top. Und so habe ich mich beim Sport auch nie richtig wohlgefühlt.
Heute weiß ich es besser: ich ziehe Sachen an, die mir gefallen, in denen ich mich gut fühle. So mache ich mir im Training auch keine Gedanken, wie ich aussehe – und kann meinen Fokus auf den Sport legen!

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Abnehm-Tricks funktionieren nicht.

Egal ob heiße Zitrone auf nüchternen Magen, grüner Tee, Kaugummi-kauen statt essen oder Apfelessig trinken – ich habe alles versucht. Und mir natürlich auch Ergebnisse erhofft. Blödsinn! Abnehmen könnt ihr langfristig nur, wenn ihr eure Ernährung umstellt und regelmäßig Sport macht. Dann braucht ihr auch keine “Hilfsmittelchen” mehr – schon gar keine teuren, dubiosen “Fatburner” oder ähnliches. Finger weg!

Ohne Sport geht es nicht.

Okay, das stimmt nicht ganz – man kann auch abnehmen, indem man “nur” die Ernährungsumstellung wählt. Das habe ich getan – zwar habe ich auch Sport gemacht, jedoch war ich dabei anfangs etwas faul und habe ihn oft vernachlässigt.
Was dann passiert ist – ich habe natürlich trotzdem abgenommen, aber leider auch sehr viele Muskeln verloren, denn der Körper baut lieber Muskeleiweiß ab, anstatt sich am Fett zu bedienen! Das Problem daran? Wenn die Muskelschicht (die unter der Fettschicht liegt) minimiert wird, wirkt auch das darüberliegende Gewebe nicht straff, sondern hängend und laff. Orangenhaut und ein unförmiger Körper (“skinny fat“) waren die Folge.
Die Moral von der Geschicht’: auf eurem Abnehmweg den Sport nicht vernachlässigen! Damit setzt ihr eurer Muskulatur Reize. Eurem Körper wird signalisiert, dass ihr die Muskeln noch braucht – und deshalb nicht abbauen dürft! 🙂

Jede Art von Bewegung ist besser als nichts.

Vielleicht kennt ihr die Bilder, auf denen steht, dass erst ab etwa 20-30 Minuten Sport die Fettverbrennung einsetzt und quasi alles zuvor “umsonst” ist. Das stimmt aber nicht. Jede Art von Bewegung ist ein Schritt in die richtige Richtung – egal ob ihr abnehmen oder gesünder leben wollt!

Entscheide dich für ein Ziel.

Wenn du versuchst, zwei Hasen gleichzeitig zu fangen, wirst du keinen erwischen.

Fett abnehmen oder Muskeln aufbauen – ja was denn nun? Viele verbringen einige Monate bis Jahre damit, herauszufinden, dass beides gleichzeitig nicht geht. Okay, das stimmt nicht ganz – als blutiger Anfänger ist es möglich, gleichzeitig Fett abzunehmen und Muskeln aufzubauen. Aber eben wirklich nur als Anfänger. Danach verhalten sich diese Ziele quasi gegensätzlich – Muskelaufbau ist nur im Kalorienüberschuss möglich, Fettabbau nur im Defizit. Beides gleichzeitig anzustreben ist also langfristig sinnlos.

Entscheide dich für eines der beiden Ziele (wenn du nicht stark übergewichtig bist oder gesundheitliche Probleme hast, strebe immer zuerst den Muskelaufbau an) und bleib dann auch dabei. Ansonsten wirst du nicht wirklich von der Stelle kommen.

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Vom Bauchtraining bekommt man kein Sixpack.

Auch wenn es schön wäre – aber 1000 Situps am Tag werden einem trotzdem kein Sixpack garantieren. Ein schlanker, durchtrainierter Körper basiert auf Ganzkörperübungen in Verbindung mit Ausdauersport und der richtigen Ernährung! Es ist aber leider nicht möglich, an einzelnen, spezifischen Stellen abzunehmen.

Vernachlässige keine Muskelgruppe.

Im Kraftsport ist es extrem wichtig, alle Muskelgruppen gleichmäßig zu beanspruchen und aufzubauen. Ansonsten können Dysbalancen entstehen, die zu gesundheitlichen Folgen (wie Haltungsschäden) führen können. Dir macht das Schultertraining keinen Spaß und Beine trainierst du nicht, “weil man sie im Club nicht sieht”? Lass den Blödsinn und trainiere gleichmäßig. Du wirst es dir später danken.

Langsam anfangen.

Es hat keinen Sinn, 5 Minuten vollgas zu laufen und dann am Ende zu sein, wenn es euer Ziel ist, mehr Ausdauer zu bekommen. Die sogenannte Grundlagenausdauer ist die Basis für spätere höhere Ausdauerbelastungen und wird in einem Pulsbereich von etwa 75% eurer maximalen Herzfrequenz, also bei eher niedriger Intensität, trainiert. Ist diese nicht vorhanden, seid ihr in eurem späteren Trainingsverlauf sehr eingeschränkt und werdet irgendwann “stehenbleiben”. Deshalb langsam beginnen – des beugt zudem auch Verletzungen vor.

Bei Verletzungen – Ruhe!

Wenn wir schon dabei sind – Anfänger tendieren dazu, auch im Falle einer Verletzung oder Krankheit zu trainieren und Sport zu machen. Damit tut ihr euch aber nichts gutes. Euer Körper braucht gerade dann die Auszeit und die Regeneration – gönnt ihm diese auch.

Rückschläge bedeuten nicht das Aus!

Zu stolpern bedeutet nicht, die ganze Reise aufzugeben. Natürlich erfährt man manchmal Rückschläge – aber gerade dann darf man nicht aufgeben, sondern sollte weiterkämpfen. It’s worth it!

Das waren sie auch schon – meine besten Fitnesstipps, die ich gerne mit 17 schon gekannt hätte.

Ehrlich gesagt bin ich aber dennoch froh, all diese Fehler gemacht zu haben. So konnte ich daraus lernen und mich weiterentwickeln!

Welche Fitnesstipps würdet ihr eurem jüngeren Ich geben? Habt ihr vielleicht die selben Fehler gemacht wie ich?

Bis bald!

Eure Melanie

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13 Fitnesstipps die ich gerne schon früher gekannt hätte - Anfängerfehler im Sport - Fitness Abnehmen Gesundheit - Squats, Greens & Proteins

8 Kommentare

  1. Hallo Melanie,

    gute Tipps hast du da aufgezählt! Vor allem der Punkt mit “Eat better not less” finde ich super wichtig! Der Körper kann ja langfristig auch gar nichts mehr leisten, wenn man nur hungert. Das funktioniert ja vorne und hinten nicht.
    Ich hätte vieles davon auch schon gerne ganz am Anfang gewusst, aber eine Sache finde ich persönlich noch ganz wichtig für den Erfolg: Man sollte das alles machen, weil man seinen Körper und sich selbst LIEBT und nicht, weil man ihn hasst. Für den Körper, statt gegen ihn trainieren und essen. Wenn man aus innerer Überzeugung handelt, fällt auch gleich alles viel leichter! 🙂

    PS.: Deine Fotos sehen echt toll aus!

    Ganz liebe Grüße
    Marlene

    1. Hi Marlene!
      Danke für dein liebes Feedback, und freut mich, dass dir der Beitrag gefällt! 🙂 Du hast absolut recht – MIT dem eigenen Körper zu arbeiten statt GEGEN ihn ist absolut essentiell! Und wenn man das erst mal herausgefunden hat, macht es auch Spaß, anstatt nur Qual zu sein 🙂

      Liebe Grüße!
      xx Melanie

  2. Hey Melanie,
    dem kann ich fast nichts hinzufügen. Ich finde deine Liste sehr gut!
    In der Zeit, als ich von Sport und Ernährung noch nicht viel verstanden habe, habe ich selbst so einige Fehler gemacht. Auch wenn ich noch längst nicht alles weiß, habe ich gelernt, dass Spaß an den Dingen, die man tut, essentiell ist. Das hilft einem (am Sport) dranzubleiben bis man Erfolge sieht. Dann will man in der Regel sowieso nicht mehr zurück.
    Ansonsten finde ich es noch wichtig zu betonen, dass man nicht in irgendein Extrem verfallen sollte. Viele haben schon versucht, mit Sport- oder Magersucht überflüssige Pfunde zu bekämpfen. Solche Wege machen meiner Meinung nach nur krank – und zwar körperlich und psychisch. Also besser nachhaltig als nur kurzfristig effektiv.
    Liebe Grüße,
    Lotta

  3. Sandy sagt: Antworten

    Hallo Melanie,
    du sagst, dass man nur ein Ziel verfolgen soll, entweder Fettabbau oder Muskelaufbau. Wenn man übergewichtig ist muss man doch beide Ziele verfolgen. Man muss Fett abbauen und Muskeln aufbauen damit man sein Übergewicht verliert und der Körper straff wird. Wie soll das sonst funktionieren.
    LG Sandy

    1. Hi Sandy!
      Da hast du natürlich Recht. Bei Übergewicht macht es natürlich Sinn, an Muskelaufbau sowie Fettabbau zu arbeiten, da dies auch bis zu einem gewissen Grad noch möglich ist.
      Dennoch sollte man sich immer ein primäres Ziel stecken – zur Erklärung: in diesem Falle wäre das der Fettabbau. Dieser ist über ein Kaloriendefizit zu erreichen. Würde man Muskelaufbau anstreben wollen, wäre das Gegenteil notwendig – ein Kalorienüberschuss. Du siehst schon, diese beiden Dinge sind quasi gegensätzlich. Der Kompromiss wäre also, weder im Defizit noch im Überschuss zu essen – dann nimmt man aber auch kein Fett ab, was in diesem Fall sehr wichtig wäre.

      Deshalb macht es bei Übergewicht Sinn, zuerst den Fettabbau (=Kaloriendefizit) anzustreben, jedoch bereits regelmäßig Krafttraining zu betreiben, um möglichst großen Muskelerhalt zu erzielen. Befindet sich das Gewicht im gesunden Normbereich, kann man Muskelaufbau zum primären Ziel machen.

      Ich hoffe, ich konnte dir die Thematik damit ein wenig besser durchleuchten. Ich hätte das im Beitrag wahrscheinlich erwähnen müssen, um es klarzustellen! Danke für den Hinweis!

      Sportliche Grüße,
      Melanie

  4. Anna sagt: Antworten

    Hallo 🙂 Ich könnte auch so gut wie alle Tipps unterschreiben!
    Meine Ergänzung (eher) zum Thema Ernährung:
    Esst NUR, wenn ihr Hunger habt & auch nur so lange, bis ihr satt seid. Wenn man sich den Rest vom Teller noch hineinstopft, weil es schade um einen kleinen Rest ist, ist wirklich niemandem geholfen (größere Reste kann man natürlich aufheben oder einpacken lassen)

    1. Hi Anna!
      Vielen Dank für deinen Beitrag, ich bin ganz deiner Meinung!
      Das wäre noch eine Idee gewesen, das hinzuzufügen – denn das ist absolut wahr! Intuitives Essen ist ein großer Teil eines gesunden Lebensstil – und das sollte auch vermittelt werden!
      Ganz liebe Grüße! 🙂
      Melanie

  5. Guten Tag liebe Mitleser,
    vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Wenn man oft Sport treibt, sollte man ebenfalls großen Wert auf die Schuhe legen, da man ansonsten Probleme mit den Gelenken kriegen kann. Als ich mich auf der Suche nach einem Onlineshop für Schuhe gemacht habe, wurde ich im Internet schnell fündig.

    Viele Grüße
    Jonas

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