Wie starte ich eine Diät?

Eigentlich wollte ich mit meiner Diät erst morgen beginnen… irgendwie habe ich das aber gestern schon. Deshalb kommt heute auch schon der erste Beitrag zu meinem Diät-Tagebuch, das ich über die nächsten Wochen und Monate führen werde. Dabei werde ich einerseits meine eigenen Fortschritte dokumentieren, andererseits aber auch etwas allgemeiner über Diäten schreiben, und wie man sie am besten durchführt. Und wie sich das eben so gehört, fange ich auch bei null an: Wie starte ich denn überhaupt eine Diät?

Eines vorab: bei meiner Diät handelt es sich nicht um eine Oh-mein-Gott-ich-muss-vor-dem-Sommer-soviel-abnehmen-wies-geht-Diät. Im Gegensatz zu dieser Art von Gewichtsabnahme habe ich meine schon lange sorgfältig geplant und das ganze letzte Jahr darauf hingearbeitet, endlich damit starten zu können. Es handelt sich hierbei somit nicht um eine panische Last-Minute-Aktion. Keine Art von Diät, egal ob als Bodybuilder oder nicht-Sportler, sollte auf dieser Grundlage beginnen. Eine zielführende Gewichtsabnahme sollte gut geplant, oder zumindest nicht überstürzt begonnen werden.

Diät Beitrag 1 (2).JPG

Schritt eins: Warum?

Die erste Frage, die man sich bei der Planung stellen sollte, lautet: Warum mache ich denn überhaupt eine Diät?
In meinem Fall ist der Grund das Ende meines Aufbaus. Ich habe im letzten Jahr 12 Kilogramm zugenommen, wovon leider nicht alles Muskelmasse ist (schön wär’s). Aber mein Ziel lautete, bis zum Jänner 2016 soviel Muskeln draufzupacken, wie möglich, und das habe ich auch erreicht – jetzt geht’s daran, die darüberliegende Fettschicht loszuwerden.

Schritt zwei: Wie viel und wie lange?

Mein zweiter Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Wieviel soll denn überhaupt weg? Eine realistische Einschätzung ist hier wichtig, weil man darauf den nächsten Schritt aufbaut: Wie lange nehme ich mir Zeit? Gerade in meiner Situation, in der ich soviel Fett wie möglich abbauen möchte, ohne Muskeln zu verlieren, ist die Zeitplanung besonders wichtig.

Natürlich wäre es möglich, innerhalb kürzester Zeit in meine Topform zu kommen – dafür müsste ich wahrscheinlich etwa 900 Kalorien am Tag essen, und zwar nur in Form von Eiweiß. Low-Carb, Low-Fat selbstverständlich. Das Problem dabei wäre, dass ich nicht nur viel Kraft verlieren würde und null Energie mehr hätte, sondern auch die zwingende Folge davon: Der Jojo-Effekt. Meine Last-Minute-Topform zu halten wäre beinahe unmöglich. Danach würde ich das ganze Fett in kürzester Zeit wieder auf den Hüften haben. Meinen Stoffwechsel hätte ich dabei erstmal ruiniert. Und ja, ich spreche aus Erfahrung.

Deshalb ist es wichtig, sich genügend Zeit einzuplanen. Etwa ein halbes Kilo pro Woche, also zwei bis drei Kilo im Monat, sind ein realistisches und erreichbares Ziel, das sich auch halten lässt.

Schritt drei: Wie?

Im nächsten Schritt heißt es, dich zu entscheiden, auf welchem Weg du abnehmen möchtest. Wenn du kein Bodybuilder oder Sportler bist, reicht es oft, einfach auf eine gesunde Ernährung umzustellen, und mehr Sport zu machen, und du wirst wahrscheinlich relativ rasch an Gewicht verlieren. Dann gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, die eine genauere Planung deiner Abnahme versprechen. Du könntest, so wie ich zum Beispiel, deine Kalorien zählen, und jeden Tag exakt gleich viele Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße zu dir nehmen („If it fits your macros“). Oder du könntest dich an einen Ernährungsplan halten. Die Vor- und Nachteile jeder Methode, und wie du herausfindest, wieviel du überhaupt essen musst, werde ich im nächsten Artikel behandeln.

Diät Beitrag 1.jpg
So sieht’s bei mir aus, wenn ich mein Essen abwiege.

Hast du dich für eine Methode entschieden, dann heißt es nur noch: vorbereiten und anfangen. Mit vorbereiten meine ich nur, dass du dir beispielsweise die Supplements besorgst, die du brauchst und schonmal dafür sorgst, dass alle Süßigkeiten oder ungesunden Lebensmittel aus deinem Haushalt verschwinden. Verschenken ist hier immer eine gute Idee.

Dann steht dir auch schon nichts mehr im Wege. Nimm dir einfach kurz Zeit, um deine Diät gut zu planen. Dadurch wirst du auch motivierter, sie auch wirklich durchzuziehen!

Diät Beitrag 1 (3)

Und um euch gleich einen Einblick in meinen Diätbeginn zu geben (und auch mal einige eurer Fragen zu beantworten): ich habe meine Diät mit 63 Kilo begonnen, und fange jetzt erstmal langsam nach und nach an, meine Kalorien zu reduzieren. Im Moment esse ich 2300 pro Tag, also etwa 700 weniger als in meinem Aufbau. Ich bin jetzt erstmal selber gespannt, ob ich mein Gewicht damit halte oder vielleicht sogar abnehmen kann – mit 2300 Kalorien pro Tag abzunehmen wäre natürlich ein Traum 😛

Startet ihr jetzt auch bald in eine Diät – oder seid ihr vielleicht sogar schon mittendrin? 🙂

Bis bald,

eure Melanie

Kommentar verfassen