Ich wünschte, ich könnte sagen, dass dieser Titel clickbait ist – das ist er aber nicht: ich höre tatsächlich mit dem Bloggen auf. Und da ich jetzt wohl einiges an Erklärungsbedarf habe, könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen, warum.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe diesen Beitrag schon ein paar Mal angefangen, wieder gelöscht und von neuem begonnen. Das dürfte mittlerweile schon der vierte oder fünfte Versuch sein, alles niederzuschreiben, was ich im Kopf habe (wenn ihr das jetzt lest, dann dürfte ich es wohl endlich geschafft haben – yay to that!).

Eigentlich will ich ja nur eines aussagen. Nämlich, dass ich tatsächlich mit dem Bloggen aufhöre. Oder zumindest weitgehend. Dazu aber später noch mehr.

Warum ich mit dem Bloggen aufhöre

Mein Studium, meine Arbeit, mein Training und damit auch meine eigenen Fortschritte stehen für mich schon seit längerem an oberster Stelle meiner Prioritäten. Das sind die Dinge, die mich im Moment glücklich machen, die ich gerne tue und die mir wirklich guttun. Dabei habe ich diesen Blog nicht nur vernachlässigt, sondern er ist auch in meiner Prioritätenliste immer weiter nach unten gerutscht.

Ich stecke meine Energie und Zeit derzeit einfach lieber in alles andere, weil es mir am meisten zurückgibt. Natürlich hätte ich mit ausreichend Zeitmanagement noch irgendwie noch genug Zeit, auch diesen Blog (gut) zu betreiben – aber im Moment habe ich das Gefühl, dass ich es einfach nicht mehr gerne tue. Versteht mich nicht falsch – ich liebe es, positive Kommentare (und vor allem Nachrichten!) von euch zu bekommen, ich liebe es, dass ihr auf meine Meinung und meine Kompetenz vertraut und ich liebe es, euch weiterzuhelfen. Ich beantworte gerne eure Nachrichten und unterstütze euch – was ich aber nicht mehr gerne tue, ist, mich hinzusetzen und tatsächlich informative Beiträge für euch zu schreiben. Irgendwie finde ich einfach keine Inspiration oder Motivation mehr dafür.

warum ich mit dem bloggen aufhöre - Squats, Greens & Proteins

Weil ich Sportlerin bin, kein Blogger-Girl

Ein ganz großer Punkt, der wesentlich zu meiner Entscheidung beigetragen hat – ich kann mich mit diesem Blogger-Ding einfach nicht identifizieren. Damit meine ich nicht die Interaktion mit euch Lesern oder die Arbeit an sich – ich meine damit, dass ich nie das Gefühl hatte, wirklich in diese „Blogger-Community“ zu gehören. Bei Treffen mit anderen „Blogger-Girls“ hab‘ ich mich eigentlich meistens fehl am Platz gefühlt. Wohl gefühlt hab ich mich in Sportlerkreisen, wenn ich im Fitnessstudio oder auf der FIBO war, wenn ich mich mit Leistungssportlern unterhalten habe. Das hat mich zum Nachdenken gebracht – und mir gezeigt, dass ich einfach Sportlerin sein will, und kein Blogger-Girl (ich will das jetzt keineswegs schlecht machen, sondern nur zeigen, dass ich mich damit einfach nicht identifizieren kann).

Ich hab‘ mir immer viel zu viele Gedanken gemacht, warum mein Blog (und mein Instagram und alles was dazugehört) nicht denselben Erfolg feiert wie der anderer, hab mich viel zu oft mit den anderen Mädels verglichen – und dabei ganz vergessen, auf mich selbst zu schauen, und darauf, was ich selbst gerne tue. Hab‘ mir monatelang viel zu viel Druck gemacht, regelmäßig neue Beiträge herauszubringen und auf Social Media präsent zu sein. Ich wollte immer das gute Vorbild sein, das andere motiviert und inspiriert, selbst an ihre Grenzen zu gehen – und dabei meine eigenen, „echten“ Ziele lang vernachlässigt.

Es ist nicht mehr mein Traum, meinen Blog „groß herauszubringen“ und damit erfolgreich zu sein. Und auch, wenn ich genau für dieses Ziel lange hart gearbeitet habe – welchen Sinn macht es, damit weiterzumachen, wenn ich das eigentlich gar nicht mehr will?

Wie es jetzt weitergehen soll

Natürlich tut es mir auch ein bisschen (oder eigentlich sogar sehr) weh, mein „Baby“ jetzt einfach so hinter mir zu lassen. Ganz so wird es natürlich auch nicht sein – es wird diesen Blog weiterhin geben. Ich bin der Meinung, dass ich bisher sehr viel hochwertigen Content produziert habe – der wird auch immer für euch zur Verfügung stehen. Ich möchte ihn zwar ein bisschen besser „organisieren“ und leichter zugänglich machen, aber er bleibt natürlich bestehen. Allerdings ist mit „reinen Infobeiträgen“ bis auf weiteres jetzt Schluss. Und ich werde mir von nun an auch keinen Druck mehr machen, regelmäßig Beiträge hochzuladen.

Was ich aber tun werde, ist, das Ganze auf eine viel persönlichere Ebene zu bringen. Ich möchte meine persönlichen Fortschritte mit euch teilen, euch zeigen, wie ich bestimmte Dinge angehe oder einfach Tipps aus dem Alltag geben. In unregelmäßiger Form, wenn ich Lust darauf habe. Aber ich mache es. Weil mir das nach wie vor sehr viel Spaß macht. (In dieser Hinsicht würde es mich auch interessieren, was ihr gerne lesen würdet und welche Themen ihr spannend finden würdet – wenn ich weiß, dass die Nachfrage da ist, schreibe ich auch gerne darüber 🙂 )

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schwer es mir gefallen ist, diesen Beitrag zu schreiben. Aber ich bin froh, dass ich es getan habe. Schon allein die Entscheidung, in diese Richtung zu gehen, hat unglaublich viel von dem Druck weggenommen, den ich mir selber gemacht habe. Ich fühle mich irrsinnig erleichtert und freue mich tatsächlich gerade sogar ein wenig darauf, wie das in Zukunft alles weitergehen wird – etwas, was ich (in Bezug auf den Blog) schon lange nicht mehr gespürt hab.

Ich habe lange überlegt, ob diese Entscheidung heißt, dass ich „aufgebe“, weil ich nie dorthin gekommen bin, wo ich eigentlich hinwollte. Es fühlt sich aber nicht so an. Für mich ist es viel mehr ein Neuanfang, und ich bin gespannt, wohin er mich führen wird.

Vielen, vielen Dank an dieser Stelle für eure Treue als Leser, ich bin wirklich unglaublich dankbar für jede(n) einzelne(n) von euch. <3 Ihr seid eine tolle Community und ich schätze es sehr, dass es da draußen so viele Leute gibt, die wirklich regelmäßig vorbeischauen. Danke. <3

Bis bald,

Eure Melanie

warum ich mit dem bloggen aufhöre - Squats, Greens & Proteins

Category
Tags

7 Kommentare

  1. Ariana sagt:

    Ich kann Dich sehr gut verstehen! Da ich Deine Beiträge immer sehr gerne gelesen habe, freue ich mich natürlich trotzdem, wenn Du noch ab und zu etwas von Dir hören lässt – und sonst wünsche ich Dir einfach ganz viel Spass und Freude am Sport selbst!

  2. Hallo!
    Zuerst möchte ich dir sagen, dass ich es natürlich sehr bedauere, dass du diesen Strich gezogen hast, denn dein Blog ist und bleibt einer der wenigen, die ich regelmäßig lese. Andererseits verstehe ich dich sehr gut. Wahrscheinlich fast zu gut. Ich kenne diese Situation, ich war selbst in einer ähnlichen und kann mich mit deinen Argumenten zu 100% identifizieren. Dazugehört hab ich auch nie zu der Community und Stress und so habe ich mir auch unendlich gemacht. Ich habe letztes Jahr im Spätsommer einen vorläufigen Schlussstrich bis auf weiteres gezogen. Jedoch bin ich nun an dem Punkt, umstrukturiert, wieder mit dem Bloggen weiterzumachen. My Way, My Ideas, My Content. Das alles auf einer neuen WordPress Seite und ich habe viele Beiträge mitgenommen auf die Seite. Ganz und gar aufhören wollte ich auch schon, aber ich schreibe zum Beispiel viel zu gerne um es ganz lassen zu können.

    Was ich eigentlich sagen möchte: ich finde es gut, dass du deinen Weg gehst und für dich entscheidest. Du weißt so oder so am besten was du willst und, viel wichtiger, was du nicht mehr willst. Ich freue mich über jegliche Updates, die du in Zukunft machen möchtest. Und vielleicht schaffen wir in Zukunft mal essen zu gehen… wie wir vor langer langer langer Zeit mal auf Instagram anklingen lassen haben.

    Ich wünsche dir alles alles Liebe und Gute!

    AnnaBelle

  3. Antje sagt:

    Ich gebe es zu, ich habe nach dem Satz „Das sind die Dinge, die mich im Moment glücklich machen, die ich gerne tue, und die mir wirklich guttun.“ aufgehört zu lesen. Natürlich ist schade, und eine kleiner Wehmutsgefühl schwingt mit, aber in erster Linie zählt, dass man das Macht, was einen Glücklich macht und guttut.
    Also in diesem Sinne: Viel Glück und Spaß bei dem was du vor hast. 🙂

  4. Anna-Catharina sagt:

    Hallo Melanie,

    es ist gut das du deinen eigenen Weg gehst und nicht den, den andere gerne hätten. Und ja, auch wenn es mal dein Ziel war diesen Blog zum Erfolg zu bringen, wer sagt den wie dieser Erfolg aussieht? Du bist doch erfolgreich, es gibt viele Leute die das was du schreibst schätzen. Und selbst wenn du nicht dort angekommen bist wo du hin wolltest, manchmal merkt man einfach auf dem Weg dass das Ziel nicht mehr erstrebenswert ist. Dann sucht man sich eben ein Neues als noch ewig viel Energie für ein Falsches zu vergeuden. Du bist auf einem gute Weg und ich wünsche dir viel Erfolg für das was du anstrebst.

    Lieben Gruß
    Anna-Catharina

  5. Stef sagt:

    Ohh Melanie, wirklich schade! Aber es ist wie bei allen Dingen im Leben, wenn der Spaß fehlt oder verloren gegangen ist, kann man nicht mehr mit dem Herzen dabei sein – von daher ist es wohl die absolut richtige Entscheidung.
    Ich fühle mich in diesen Blogger-Kreisen auch nicht wohl (die 1-2 Mal, als ich auf ein Event eingeladen war 😀 ). Von daher kann ich das gut verstehen.
    Aber ich bin mir sicher, du lässt weiterhin was von dir hören – nur eben etwas anders 🙂

    Liebe Grüße
    Stef

  6. Hallo! Schade, aber Hauptsache du fühlst dich wohl. Eins noch. Wie haben den Vorteil zu zweit zu sein und wenn man sich fehl am Platz fühlt dann doch nicht allein zu sein. So teilen wir auch unsere Beiträge und Arbeit auf. Liebe Grüße

  7. […] da draußen tatsächlich gibt, die jeden meiner Beiträge gerne mitverfolgen. Nach meinem Beitrag, in dem ich euch erzählt habe, dass und warum ich mit dem Bloggen aufhöre, habe ich unzählige Nachrichten, Kommentare und E-Mails von euch bekommen. Und ihr könnt euch gar […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Newsletter