Vegan Backen

Ich bin kein Meisterbäcker, aber ich stelle mich immer wieder gerne in die Küche, um neue Kuchen, Kekse und Riegel auszuprobieren (und mein Freund freut sich dann über das, was herauskommt). Und wenn dann andere, meist nicht-Veganer, meine Küchenexperimente kosten, werde ich oft gefragt: Vegan backen? Wie machst du das denn eigentlich, so ganz ohne Eier und Milch? 

Vegan backen – aber wie?

Vegan backen ist an sich keine Kunst. Im Grunde muss man nur wissen, was man dazu braucht:
Wie bei einem nicht-veganen Kuchen braucht man Mehl als Grundzutat. Ich selber verwende am liebsten Dinkelvollkornmehl, das ist aber vollkommen Geschmackssache. Zum Mehl kommen dann noch einige Zutaten wie Backpulver und Zucker – statt weißem Haushaltszucker verwende ich aber gerne Stevia, Agavensirup, Ahornsirup oder Rohrohrzucker, je nachdem, was ich backe.
Statt Kuhmilch verwende ich eigentlich immer Reis- oder Sojamilch. Wenn ich mich dazu entscheide, mal was außergewöhnliches zu backen, nehme ich zum Beispiel Mandel-, Kokosreismilch oder überhaupt Kokosmilch.
Sahne lässt sich beim Backen ganz einfach durch Sojasahne (zB. Soja Cuisine) ersetzen. Diese gibt es mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt zu kaufen.
Butter zu ersetzen ist ebenfalls nicht sehr schwierig: stattdessen einfach Margarine nehmen! Aber Achtung: Vielen Margarinen sind Joghurt, Molke oder tierische Speisefettsäuren zugesetzt. Deshalb immer die Zutatenliste checken oder, noch besser, nur Margarinen mit dem Vegan-Zeichen darauf kaufen.

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Und Eier?

Eine der wichtigsten Zutaten in nicht-veganem Backwerk ist das Ei. Es dient zum Binden, gibt dem Teig Feuchtigkeit und Textur. Je nachdem, welche Eigenschaft beim veganen Backen gefragt ist, sollte das Ei passend ersetzt werden:

  • Zum Binden

Apfelmus – verleiht auch Feuchtigkeit (3 EL Apfelmus = 1 Ei)
Sojajoghurt – für weniger fluffige, dafür sehr saftige Teige (1:1 als Ei-Ersatz)
Sojamehl – lockert den Teig auch (maximal 1-2 EL für den ganzen Teig, weil man es sonst sehr durchschmeckt)

Für die Textur

Gemahlene Leinsamen oder Chiasamen mit Wasser vermischt – hat eine Ei-ähnliche Konsistenz, die sich gut für Muffins und Vollkorngebäck eignet (2 EL Leinsamen + 2 EL Wasser = 1 Ei)
Backpulver – macht den Teig locker und weich (1 gestrichener TL = 1 Ei)
Banane – damit wird der Teig beim Backen fest (1/2 Banane = 1 Ei)

Ei-Ersatzpulver

…gibt es beispielsweise im Bioladen oder sonst online zu kaufen. Dieses macht Kekse knuspriger, kann als Lockerungsmittel verwendet werden oder sogar für die Herstellung von veganem „Baiser“ als Kuchendekoration.

Chia-Leinsamen

Und wo muss man sonst noch aufpassen?

Wichtig ist auch, dass bei allen anderen Zutaten darauf geachtet wird, dass sie vegan sind:

  • Kochschokolade: Bitterschokolade kann vegan sein, muss sie aber nicht – Zutatenliste gut durchlesen lautet die Devise. Im Bioladen gibt es auch schon gute vegane Schokolade (auch „Milch“- und weiße Schokolade!)
  • Tortenguss, Glasuren und Dekore können Gelatine oder tierische Lebensmittelfarben enthalten. Beispielsweise der rote Farbstoff Cochenille (E 120), der aus Insekten gewonnen wird (was nicht nur nicht-vegan, sondern auch irgendwie eklig ist…). Stattdessen auf Rote-Beete-Pulver zurückgreifen – ein rein pflanzlicher Farbstoff für euer Gebäck.

Jetzt steht dem veganen Backvergnügen ja nichts mehr im Wege. Rezepte und Inspirationen findet ihr übrigens in der Kategorie „Rezepte„. Viel Spaß beim veganen Backen! 🙂

1 Kommentar

  1. […] für den täglichen Genuss geeignet. Vegan machen wir das Ganze also, indem wir einfach eine Banane statt des Eis verwenden, und gesund wird es, weil wir das Weißmehl mit Vollkornmehl austauschen. So einfach […]

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