How I feel about my body – Über Selbstliebe, Selbstbewusstsein und Selbstzweifel

HOW I FEEL ABOUT MY BODY - Über Selbstliebe, Selbstzweifel und Selbstvertrauen - bodylove - bodypositivity - Squats, Greens & Proteins

Eigentlich wollte ich für euch heute einen Beitrag über gesunde Ernährung veröffentlichen. Als ich aber gerade dabei war, diesen zu schreiben, habe ich kurz zwischendurch einmal Instagram gecheckt. Daraus sind wieder ein paar Minuten durchscrollen geworden, durch alle möglichen Profile. Von Freunden, aber auch komplett fremden Personen. Bildern von Menschen im Bikini, Throwbacks an den Strand. Wunderschöne Bilder, Urlaubsfeeling, könnte man meinen. Stattdessen aber – kleine Selbstzweifel, ein wenig Neid, vermischt mit ein bisschen Traurigkeit. Vor allem aber ein „in der Zeit zurückgesetzt“ fühlen. Aber lasst mich von vorne beginnen.

Als ich angefangen habe, Sport zu machen und mich gesund zu ernähren, gab es einen Ort, von dem ich meine Motivation herbekommen habe: Instagram. Ich bin vielen Leuten entfolgt, die ich kannte, und stattdessen fremden Menschen gefolgt, die ab sofort meine Motivation, meine Vorbilder, meine Inspiration sein sollen. Wildfremde Leute, von denen ich keine Ahnung hatte, warum sie eigentlich so aussahen, wie sie es taten. War mir auch egal – denn egal wie, ich wollte einfach so aussehen.

Im Laufe der nächsten paar Monate ist daraus mehr Zwang geworden, als es mir gut getan hätte. Warum sehe ich nicht so aus? Esse ich zuviel? Mache ich zu wenig Sport? Warum ist ihre Haut so straff? Warum habe ich Cellulite? Bin ich denn immer noch so fett?

Das sind nur die harmlosesten Dinge, die mir damals ständig, 24/7, durch den Kopf gegangen sind. Ich hatte sehr viel Gewicht verloren und war stolz auf meine Leistung, wollte sie eigentlich überall präsentieren, wo ich nur konnte. Andererseits schämte ich mich für meinen Körper, weil er nicht annähernd so straff war, wie ich es mir erhofft hatte. Ich hatte das Gefühl, alle sahen besser aus als ich. Ich verglich mich ständig mit jedem, den ich traf, mit jedem, von dem ich ein Foto sah. Bin ich dünner? Bin ich sportlicher?

Es hat lange gedauert, bis ich damit aufhören konnte. Naja, um ehrlich zu sein, konnte ich das nie so ganz. Aber es wird immer besser. Ich esse mittlerweile genug (manchmal ein wenig zuviel, aber das ist okay), mache Sport, weil es mir Spaß macht, und fühle mich wohl.

Dann gibt es aber Momente wie diesen. Jetzt gerade. Wo ich durch Instagram scrolle und, natürlich, auf wunderschöne, perfekte Körper stoße. Von Menschen, die vielleicht gar keinen Sport machen (so wirkt es zumindest immer). Warum hat sie einen so tollen Körper? Wieso hat sie einen flachen Bauch, wenn ich doch so viel mehr darauf achte, mich gesund zu ernähren und soviel Sport mache?

Genau da liegt das Problem. Wisst ihr, ich mag meinen Körper. Sogar sehr gerne. Aber dann gibt es diese Momente, an denen man beginnt, sich mit anderen zu vergleichen. Egal wie toll mein eigener Körper aussieht – es gibt natürlich welche, die (zumindest der eigenen Ansicht nach) immer besser aussehen werden. Man kann diesen Vergleich einfach nicht gewinnen.

Mädels, sind wir uns ehrlich – der eigene Körper ist meist das erste Opfer solcher „Angriffe“. Wer hat sich schließlich noch nie mit jemandem anderen verglichen? Wir alle haben solche Gedanken. Du bist damit nicht allein. Jetzt haben wir aber eine Entscheidung. Fallen wir in das Loch hinein, das wir vor uns sehen? Oder nehmen wir den Weg rundherum? Wir können selbst entscheiden, ob wir diese Gedanken überhand nehmen und uns verschlingen lassen – oder ob wir uns dafür entscheiden, uns selbst zu lieben.

Selbstliebe beginnt damit, dass wir uns gegen diese Gedanken entscheiden. Dass wir den Körper von jemand anderem schön finden können, ohne unseren eigenen dabei schlecht zu machen. Dass wir uns nicht mit anderen vergleichen, weil wir wissen, dass wir dabei nur verlieren werden. Dass wir solche Gedanken sofort mit „Stopp! Ich bin schön!“ wieder abwehren.

Ich habe Röllchen am Bauch, wenn ich sitze. Ich habe auch morgens nach dem Aufstehen keine sichtbaren Bauchmuskeln. Wenn ich meinen Po anspanne, sieht man die Cellulite – obwohl ich viel Sport treibe. Selbstliebe bedeutet für mich aber, damit Frieden schließen zu können. Zu wissen, dass ich nicht perfekt bin, und dass das okay ist.

Mit jedem Mal, wo wir mit perfekten (und leider oft perfekt retuschierten) Instagram Bildern, Werbungen und YouTube Videos konfrontiert werden, haben wir diese Entscheidung. Ich weiß, dass es schwer ist, sich mit jedem Male wieder richtig zu entscheiden. Ich habe diesen Weg selbst hinter mir, oder besser gesagt, ich bin noch dabei, es zu lernen. Aber ich verspreche euch: mit jedem Mal, an dem wir uns entscheiden, uns davon nicht beeinflussen zu lassen, haben wir einen kleinen Schritt in Richtung weniger Selbstzweifel, dafür aber umso mehr Selbstbewusstsein gemacht.

Versucht, jedes Mal wieder die richtige Entscheidung zu treffen, egal wie schwer es oft ist. Denn es fühlt sich gut an, sich selbst zu lieben.


Entschuldigt bitte, falls dieser Beitrag vielleicht keinen Sinn für euch ergibt. Er ist sehr aus dem Impuls heraus entstanden. Beinahe jede Zeile steht genau so da, wie ich sie mir in den Kopf geschossen ist. Das hier zu schreiben ist für mich eine Art, das zu verarbeiten. Vielleicht ist dieser Beitrag nur dafür da, einmal meinen eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen und sie zu ordnen. Vielleicht habe ich aber damit auch jemandem von euch eine klein wenig weiterhelfen können. Vielen Dank, wenn ihr diesen Beitrag bis zum Schluss gelesen habt. Das bedeutet mir wahnsinnig viel. ♥

Für diesen Beitrag ist übrigens eine neue Unterkategorie auf dem Blog entstanden – „Mental Wellbeing“. Denn mentale Gesundheit gehört genau so zu einem gesunden Lebensstil wie Ernährung und Sport. 

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2 Kommentare

    1. Ich kenne die Bilder, aber cool, dass es eine ganze Liste gibt – das hat nochmal einen ganz anderen Effekt 🙂 Danke für’s Teilen! xx

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