Diäten sind langweilig und eintönig!

Eiweiß, Carbs und so gut wie kein Fett. Bleibt einem eigentlich nichts anderes übrig, als sich trockenes Fleisch oder trockenen Tofu mit ein wenig Reis – Nudeln wäre das höchste der Gefühle – und Gemüse reinzuhauen. Und das zu jeder Mahlzeit. Drei Monate lang.

Leider versprechen viele Abnehm-Programme (vor allem Online) unglaubliche Erfolge mit solchen oder ähnlichen Ernährungsplänen, die meist dann auch extrem unterkalorisch sind. Abgesehen davon, dass man seiner Gesundheit absolut damit nichts gutes tut, ist auch Frustration vorprogrammiert.

Natürlich gibt es Menschen, denen es leicht fällt, tagein, tagaus dasselbe essen, und damit auch nie Probleme bekommen. Ich für meinen Teil würde eine solche Diät mit langweiligem Essen nicht lange durchhalten – und ich denke, ich bin nicht die einzige, der es so geht.

Für mich steht eine abwechslungsreiche Ernährung an allererster Stelle. Man sollte, egal ob als Veganer oder Nicht-Veganer, vor allem aber als Sportler, eine angemessene Mikronährstoffzufuhr immer im Blick behalten. Bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung stellt das normalerweise auch keine große Herausforderung dar.

Eintönigkeit beim Essen

Problematisch wird es erst dann, wenn eine Diät beginnt. Man neigt oft automatisch dazu, immer das selbe zu essen, weil es einem den Alltag und damit beispielsweise das Vorkochen für die nächsten Tage erleichtert. Damit steigt aber das Risiko für eine Nährstoffunterversorgung. Gerade dann ist es wichtig, darauf zu achten, dennoch abwechslungsreich zu essen und auf eine große Anzahl verschiedener Lebensmittel zurückzugreifen.

Ich bevorzuge es selber auch, immer sehr ähnliche Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Morgens gibt mir das Zubereiten meines Oatmeals eine gewisse Routine. Vormittags esse ich immer Obst als Snack, weil es sich leicht zusammenpacken und mitnehmen lässt. Mittags kann ich fast jeden Tag frisch kochen – aber ich liebe meine Nudeln, und auch die gibt es fast täglich.

Warum predige also ausgerechnet ich eine abwechslungsreiche Ernährung? Ganz einfach, weil meine Ernährung trotz Routine und bestimmten Lieblingsmahlzeiten alles andere als einseitig ist. Manchmal esse ich morgens Erdbeeren zu meinem Oatmeal, ein andermal Heidelbeeren oder Himbeeren. Ich schneide mir einen Apfel oder eine Banane hinein. Manchmal mische ich Chia-Samen dazu, manchmal Leinsamen. Ab und zu ein wenig Kokosöl. Mit den Gewürzen variiere ich auch.

Beim Mittagessen sieht es ähnlich aus. Zu meinen heißgeliebten Nudeln gibt es als Eiweißquelle manchmal Tofu, dann wieder Linsen, oder Bohnen. Ich esse jeden Tag Hülsenfrüchte, aber nicht immer dieselben. Und bei der Gemüsebeilage kann man dann sowieso kreativ sein.

Abends gibt es dann sowieso jeden Tag etwas anderes. Manchmal koche ich noch auf, ein andermal gibt’s dann wieder nur ein Müsli. Im Endeffekt läuft es aber darauf hinaus, dass jedes Frühstück bei mir in etwa dieselbe Menge an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett hat, aber dennoch immer andere Vitamine und Mineralstoffe. Und so bastle ich mir meine tägliche, abwechslungsreiche Ernährung zusammen.

Mit der Zeit entwickelt man auch ein Gefühl dafür, wieviel man wovon zirka essen kann, um beispielsweise auf sein Eiweiß zu kommen. Das sollte täglich auch in etwa gleich viel sein. Bei den Mikronährstoffen verhält es sich anders – es gibt Tage, an denen ich vom einen mehr und vom anderen weniger bekomme, was aber kein Problem darstellt. Solange die Bilanz auf Dauer stimmt.

Eine Diät muss und sollte also in keiner Weise langweilig oder gar eintönig sein. Jeder ist schließlich selber dafür verantwortlich, seine Ernährung abwechslungsreich zu gestalten. Ungesündere Alternativen kann man leicht durch gesunde Alternativen ersetzen (beispielsweise meine Pancakes) und mit der Zeit kommt der Spaß am gesunden Essen ganz von selbst. Der Abnehmerfolg ist dann auch langfristig gesichert.

Diät Beitrag 2 (6)
-1,5kg in 1,5 Wochen bisher – bin gespannt, wie es sich ab jetzt entwickelt.

(Bildquelle: photodune)

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