Früher oder später spielt fast jeder von uns mal mit dem Gedanken, sich im Fitnessstudio anzumelden. Für manche spielt dabei Nervosität vor der neuen Situation keine Rolle (in diesem Falle: Gratulation! Du bist vielen von uns schon voraus!) – für andere ist sie aber der Grund, dann doch zuhause zu bleiben. So kannst du die Angst vor dem Fitnessstudio überwinden.

Warum wir Angst vor dem Fitnessstudio haben

Der erste Besuch im Fitnessstudio löst in vielen Menschen (und vor allem Frauen) Nervosität und Angst aus. Irgendwie ja logisch – immerhin kombiniert das Fitnessstudio ein meist nicht sehr hohes Selbstbewusstsein und oft auch vorhandene Scham für den eigenen Körper mit einer komplett neuen und unbekannten Situation, sowie auch dem Drang, sich mit anderen vergleichen zu müssen. Hand auf’s Herz – die meisten von uns blicken uns in unseren Fitnessstudio-Anfängen im Gym um, um zu sehen, ob die anderen denn besser aussehen als man selbst.

Diese Faktoren kombiniert ergeben quasi den Supergau an Nervosität – was so weit führt, dass viele sich deshalb gar nicht erst anmelden wollen oder nach der Anmeldung nie wieder einen Fuß in’s Fitnessstudio setzen.

Damit dir das nicht passiert, habe ich hier einige hilfreiche Tipps für dich zusammengefasst, die dir helfen sollen, dir den Anfang im Gym zu erleichtern und die Angst vor dem Fitnessstudio zu überwinden.

Angst vor dem Fitnessstudio überwinden - so verlierst du die Angst vor dem Gym! Squats, Greens & Proteins

Die Angst vor dem Fitnessstudio überwinden – hilfreiche Tipps für Anfänger

1 // Mach es nicht alleine.

Hast du vielleicht eine Freundin, eine Schwester oder eine Mama, die sich auch schon lange im Fitnessstudio anmelden möchte? Großartig – dann macht es doch zusammen! Gemeinsam macht es mehr Spaß, es nimmt dir die Angst ein wenig und solltest du in eine peinliche Situation kommen, hast du immer jemanden dabei, mit dem du darüber lachen kannst!

2 // Stell dir das Absolute-Worst-Case Szenario (WCS) vor…

Überlege kurz. Was ist das absolut allerschlimmste, was passieren könnte?

Du gehst in’s Studio, vergisst deine Sportsocken und musst in knallrosa Hello Kitty Socken trainieren. Du ziehst deine Leggings verkehrt an und hast noch dazu das falsche Oberteil mit, sodass du schlussendlich im pink-gelb-grauen Outfit im Studio stehst. Am Crosstrainer stolperst du und fällst herunter. Deine Trinkflasche fällt auch runter und dein Elektrolytgetränk verklebt den ganzen Boden. Und im Freihantelbereich fällt dir dann noch eine Hantel auf den Zeh, alle sehen es und du musst in’s Krankenhaus. Und das alles an einem Tag.

… und wie sieht dein Best-Case-Szenario (BCS) aus?

Dein Best-Case-Szenario sieht vielleicht so aus: du gehst in’s Gym, bist gut vorbereitet, fühlst dich fit, kannst deinen Plan und dein Training toll durchziehen, verbesserst dich bei der einen oder anderen Übung und gehst zufrieden und happy wieder nach Hause.

Und jetzt überlege nochmal – welches Szenario ist wahrscheinlicher? (Nur als kleine Denkhilfe: ich arbeite seit einem Jahr in einem Fitnessstudio, und habe noch nie jemanden vom Crosstrainer fallen sehen und musste auch noch nie ein Elektrolytgetränk vom Boden aufwischen. Und ich hab auch noch nie Hello Kitty Socken im Studio gesehen.)

Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand – willst du nun ein sehr wahrscheinliches BCS aufgeben, nur weil du kein extrem unwahrscheinliches WCS riskieren möchtest?

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3 // Fang langsam an.

Slow and steady wins the race. Keiner verlangt von dir, von heute auf morgen selbstbewusst durch den Freihantelbereich zu stolzieren. Es reicht, wenn du dich anfangs im Cardiobereich wohlfühlst und dich langsam in andere Bereiche vortastest. Versuche, dich selbst herauszufordern und probiere immer wieder neues aus – aber erwarte keine 360° Veränderung von heute auf morgen. (Ich habe mir zu Beginn immer zwei Kurzhanteln geholt und mich in einem kleinen Eck im Studio versteckt, um meine Übungen zu machen.)

4 // Hab einen Plan.

Das betrifft gleich zwei Dinge:

  1. Plane bereits im Vorhinein, was du brauchst und leg dir alles zurecht. So kannst du am „Tag der Wahrheit“ nichts vergessen und fühlst dich sicherer.
  2. Hab einen Trainingsplan oder lass dir einen machen – und lass dir auch alles zeigen. Somit vermeidest du die „und-was-mach-ich-hier-jetzt-eigentlich“ Situation und kannst zielsicher von einer Übung zur nächsten gehen. Auch das gibt dir Sicherheit und somit einen Selbstbewusstseins-Boost.

Weiterleitung - Trainingsplan für Anfänger - Krafttrainingsplan fürs Fitnessstudio - Squats, Greens & Proteins

5 // Fake it until you make it!

Als ich angefangen habe, im Fitnessstudio zu trainieren, hatte ich unglaublich viel Angst – Angst, mich zu blamieren, etwas falsch zu machen und vor dem Urteil anderer. Natürlich ist im Endeffekt nichts davon passiert (klar habe ich im Laufe der Zeit viele Fehler gemacht, aber keiner davon war schlussendlich fatal) – aber die Angst war da. Mein Selbstbewusstsein war bei null.

Was ich dagegen gemacht habe? Ich bin mit der Devise Fake it till you make it in’s Studio gegangen. War ich selbstbewusst? Kein bisschen. Habe ich einfach so getan, als wäre ich es? Ja, und es hat mir tatsächlich dabei geholfen, selbstbewusster zu werden. Ich bin aufrecht und sicher von Übung zu Übung gegangen, und habe einfach so getan, als wüsste ich ganz genau, was ich tue. Bis ich dann irgendwann wirklich wusste, was ich tue – und hier bin ich heute, gehe tagtäglich in den Freihantelbereich und es ist das normalste der Welt. Keine Nervosität, keine Angst – I’m owning this place!

6 // Keep in mind: wir haben alle dasselbe Ziel.

Niemand lacht dich aus, weil du Anfänger bist. Und niemand macht sich über dich lustig, wenn du nach Hilfe fragst. Das Fitnessstudio ist ein Ort, an dem wir alle Platz haben – Anfänger, Fortgeschrittene, Profis und „Gelegenheitstrainierer“ zugleich. Mach dir also keine Sorgen, dass „alle anderen besser sind“ als du – jeder von ihnen musste mal wo anfangen und hat Verständnis für deine Situation. Keiner lacht dich aus! Wir gehen in’s Gym, weil wir alle dasselbe Ziel haben – nämlich um an uns selbst zu arbeiten und uns zu verbessern. Psychisch sowie physisch. 

Get out of your comfort zone!

Schlussendlich machst du dir mit einem Mindset voller Vergleiche und „dich-selber-schlecht-machen“ nur selbst das Leben schwer. Die anfängliche Nervosität und Angst sind komplett normal, jedoch solltest du dich davon nicht abhalten lassen. Sie sind schlichtweg ein Zeichen dafür, dass du dabei bist, deine Komfortzone zu verlassen! Sieh sie als Antrieb und Motivation, an dir selbst zu arbeiten, und lass dich davon nicht unterkriegen! Du wirst sehen – je eher du deine Komfortzone verlässt, umso früher wirst du dich auch außerhalb – und damit auch im Fitnessstudio – wie zuhause fühlen!

Hast du noch weitere Tipps, die dir geholfen haben, die Angst vor dem Fitnessstudio zu überwinden? Dann teil sie doch gerne mit uns in den Kommentaren! Ich bin gespannt auf eure Tipps!

Bis bald!

Unterschrift xx Melanie von Squats, Greens & Proteins

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