15 einfache Tipps für eine gesunde Ernährung im Alltag

gesunde-ernährung-im-alter

Bei vielen stellen sich schon sämtliche Haare auf, wenn sie nur die Worte „gesund essen“ hören. Das hört sich immerhin nach viel Gemüse an, und davon haben wir doch alle zu wenig. Wie einfach es aber sein kann, sich ein wenig gesünder zu ernähren, zeige ich euch heute – mit meinen 10 Tipps für eine gesunde Ernährung im Alltag.

Für viele scheint gesunde Ernährung ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Ich muss ehrlich sein, so ging es mir zu Beginn auch. Man würde am liebsten alles auf einmal umstellen, gleichzeitig weiß man aber nicht wo man anfangen soll und fühlt sich verloren. Deshalb ist es besser, Schritt für Schritt die eine oder andere Gewohnheit ein wenig zu ändern – so kann man positive Gewohnheiten viel besser festigen und somit beibehalten.

Vielleicht wollt ihr aber auch gar nicht eure ganze Ernährung komplett umstellen, sondern nur ein paar gesunde Gewohnheiten aufnehmen. Jede Kleinigkeit macht schon einen Unterschied, und den werdet ihr auch sofort merken. Ihr tut eurem Körper etwas gutes, und er bedankt sich auch dafür, beispielsweise in Form von besserer Haut oder mehr Energie.

Hier sind meine 15 Tipps, wie ihr Schritt für Schritt euren Alltag ein wenig gesünder gestalten könnt.

15 Tipps für eine gesunde Ernährung im Alltag

  1. Ein Obstsnack mehr pro Tag!
    Das lässt sich super umsetzen. Habt ihr vorher noch kein Obst gegessen, dann schneidet euch vielleicht einfach morgens eine Banane in’s Müsli oder nehmt euch einen Apfel mit zur Uni oder zur Arbeit. Esst ihr bereits eine Portion Obst am Tag – dann macht doch zwei daraus! Von Obst kann man gar nicht genug haben. Und solltet ihr schon gar nicht mehr wissen, wie ihr soviel Obst essen sollt – dann macht einfach das selbe mit dem Gemüse.
  2. Vollkornprodukte – untermischen & durchprobieren!
    Vollkornmehl, -nudeln und -brot sind nicht jedermann’s Sache, und das ist auch okay! Aber probiert euch trotzdem ein wenig durch, es gibt so viele verschiedene Marken und Sorten, dass sicher eine darunter ist, die euch schmeckt. Es gibt viele Vollkornweizen-Nudeln, die gar nicht nach Vollkorn schmecken! Und sollte es euch wirklich nicht zusagen, könnt ihr ja versuchen, ein wenig zu mischen. Auszugsmehl lässt sich im Gebäck perfekt durch Vollkornmehl ersetzen – variiert einfach die Anteile, wie ihr es gern möchtet.
  3. Würzen, was das Zeug hält!
    Der österreichische Ernährungsbericht von 2012 zeigt es sehr eindeutig: wir essen viel zu salzig. Eigentlich schade, denn es gibt so viele leckere Kräuter und Gewürze, die man für seine Gerichte verwenden kann, sodass Salz beinahe überflüssig wird. Ich würde meine Gewürzmischungen um keinen Preis der Welt wieder hergeben 🙂
  4. Viel Wasser trinken!
    Diesen Tipp kennen wir alle, leider vernachlässigen wir das Trinken aber auch viel zu oft. Versucht, jeden Tag auf mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser zu kommen. Auch genug zu trinken ist reine Gewohnheitssache und wird somit nach ein paar Wochen ganz normal. Tipps, um mehr Wasser zu trinken, findet ihr in diesem Beitrag.

    gesunde-ernährung-im-alltag
    Wasser trinken ist so wichtig!
  5. Zutatenlisten lesen!
    Okay, ihr müsst nicht beginnen, die Zutatenliste jedes Lebensmittels aufs Genaueste zu studieren. Sie zu überfliegen reicht vollkommen aus. Dann könnt ihr bereits herausfinden, ob es sich um ein gesundes Produkt handelt oder nicht. Wenn ihr darin Zutaten findet, deren Namen ihr nicht mal aussprechen könnt oder die Zutatenliste über die gesamte Rückseite geht (was oft bei Fertigprodukten der Fall ist), wäre es besser, es vielleicht im Supermarktregal stehen zu lassen.
  6. Selber machen, selber machen, selber machen!
    Tipp Nummer fünf fällt komplett weg, wenn ihr einfach beginnt, Dinge selber zu machen. Dann wisst ihr immerhin genau was drin ist und entscheidet auch selbst darüber! Natürlich müsst ihr nicht gleich damit anfangen, selbst Brot zu backen und Sojamilch herzustellen (was aber natürlich toll wäre!). Es reicht schon, bei den Kleinigkeiten anzufangen: muss der Kühlfach-Cappuccino wirklich sein, oder der Fertig-Eistee aus dem Regal? Wenn ihr euch diese Dinge einfach selber macht und mitnehmt lebt ihr nicht nur gesünder, sondern kommt auch viel billiger davon.
  7. Unterwegs immer etwas mithaben!
    Ihr kennt diese Situation sicher: ihr seid unterwegs, seid im Stress (weil ihr vielleicht die Zeit übersehen habt und dringend zu einem Termin müsst) und habt richtig Hunger. Zeit für’s Restaurant bleibt da aber nicht. Deshalb landet man oft beim goldenen M, am Dönerstand oder beim Bäcker, wo man dann sich ein Pizzaweckerl kauft. Klar, der Hunger wird damit wohl auch gestillt – besser wäre aber vorsorgen. Ich habe immer ein Stück Obst und/oder einen Riegel in meiner Handtasche, egal wo ich hingehe. Die packe ich mir ein, schon bevor ich Stress habe! Und sollte ich darauf wirklich mal vergessen, dann hole ich mir einfach vom Supermarkt ein, zwei Vollkornbrötchen.
  8. Hochwertige Fette verwenden!
    Wir kennen’s von der Hausmannskost – Butter ist Gang und Gebe in der traditionellen Küche und auf dem Brot. Leider ist Butter in keiner Weise ein hochwertiges Fett. Versucht, auf pflanzliche (ungehärtete!) Fette zurückzugreifen. Der gesündeste Weg wäre, gar kein Fett zum Kochen zu verwenden, weil pflanzliche Fette nicht hitzestabil sind und somit ungesunde Stoffe bilden können. Ich koche gerne fettfrei und gebe zur fertigen Sauce beispielsweise ein wenig Olivenöl hinzu – so umgehe ich das Problem gleich ganz 🙂
  9. Einfrieren, einfrieren, einfrieren!
    Das mach ich selber sehr gerne. Wenn ihr mal ein wenig Zeit habt, dann schneidet Gemüse gleich klein und friert es in portionierten Säckchen ein. So könnt ihr, wenn ihr mal keine Lust auf’s Schneiden habt, einfach das Gemüse auftauen und in das Gericht untermischen. Kochfaulheit ausgetrickst 😉

    gesunde-ernährung-im-alltag
    Ich habe mir kiloweise Erdbeeren eingefroren!
  10. Je bunter, desto besser!
    Dieser Tipp ist einfach – je bunter eure Mahlzeiten sind, desto besser. Wählt möglichst viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten aus – so könnt ihr das gesamte Nährstoffspektrum abdecken und es schmeckt großartig!
  11. Abwechslung in die Küche bringen!
    Das geht Hand in Hand mit dem vorigen Tipp. Versucht, auch immer wieder andere Dinge zu kochen. Wechselt eure Öle, würzt anders und variiert eure Zutaten ein wenig – so entstehen gleich ganz andere Gerichte und euch wird nie langweilig beim Essen!
  12. Probiert viel aus!
    Jeder kennt Nudeln und Reis – aber habt ihr schon mal was von Quinoa, Kamut, Buchweizen oder Einkorn gehört? Ganz genau 😛 Es gibt so viele fremde Lebensmittel, die noch entdeckt und ausprobiert werden wollen! Ich selbst versuche mich gerade an ganz vielen verschiedenen Getreidesorten (meine Lieblingssorten sind Buchweizen und Einkorn!).
  13. Einen vegetarischen/veganen Tag einlegen!
    Wusstet ihr, dass die Ernährungspyramide den Fleischverzehr auf maximal 400 Gramm pro Woche festlegt? Die meisten von uns essen leider viel zu viel Fleisch, was sich auch auf die Gesundheit auswirkt. Solltet ihr euch nicht bereits vegetarisch oder vegan ernähren, dann versucht, einmal einen fleischfreien Tag (oder einen mehr) einzulegen. Nicht nur eure Gesundheit wird es euch danken, sondern auch die Umwelt und die Tiere – und ihr könnt einmal etwas ganz neues probieren!
  14. Gut kauen und langsam essen!
    Zu einer gesunden Ernährung gehört auch, dass man bewusst isst und genießt. So kann man nicht nur die Geschmäcker ganz bewusst wahrnehmen, sondern isst auch oft ein bisschen weniger. Diesen Tipp kann man glücklicherweise sofort umsetzen – versucht einfach, euch bei eurer nächsten Mahlzeit auf das Essen zu konzentrieren, macht nichts „nebenbei“ und nehmt sie bewusst wahr. Ihr werdet den Unterschied merken 🙂
  15. Nie etwas verbieten!
    Der für mich wichtigste Punkt. Was bringt einem die gesündeste Ernährung, wenn sie nur zwangsweise durchgeführt wird? Psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie physische, weshalb es keinen Sinn hat, sich alles zu verbieten, was man gern hat, sodass man sich bei jedem „Ausrutscher“ schlecht fühlt. Eine gesunde Ernährung braucht keine „Cheat Days“, „Cheat Meals“, Schummeltage oder schlechtes Gewissen. Ausgewogenheit ist das Ziel!
Balance is the key!
Balance is the key!
gesunde-ernährung-im-alltag
Apfelkuchen mit Vollkornmehl – so einfach und lecker ist gesundes Essen!

 

Das waren sie, meine 15 Tipps für eine gesunde Ernährung im Alltag. Wenn ihr versucht, den einen oder anderen Aspekt in euren Alltag zu integrieren, ernährt ihr euch schon Schritt für Schritt ein wenig gesünder.

Habt ihr noch weitere Tipps oder Ideen – oder vielleicht sogar ein paar „Life Hacks“, die einem die gesunde Ernährung gleich ein wenig erleichtern? 🙂

Bis bald!

Eure Melanie

Kommentar verfassen